Über uns

Wir sind Menschen, die sich, wie du wahrscheinlich auch, Sorgen wegen des Corona-Virus machen. Aber wir machen uns nicht nur Sorgen, wir sind auch wütend.

Wir sind wütend weil die bisherigen Strategien der Regierungen zur Lösung der Gesundheitskrise nicht in erster Linie unseren Bedürfnissen, sondern der Sicherung der Profite dienen. Wir sind wütend, dass auch unnötige Jobs weiter erledigt und die ArbeiterInnen gefährdet werden, während man unsere Grundrechte einschränkt. Wir sind wütend, dass die Gesundheitssysteme in den letzten Jahren kaputt gespart wurden und nun der Kollaps droht. Wir sind wütend, dass wir statt internationaler Nothilfe für die in Krise geratenen Länder nationalistische Abschottung und Propaganda erleben.

Für die kommenden Probleme haben wir von den Regierungen keine Lösungen zu erwarten. Wir sollten uns deshalb als Nachbarn und Freundinnen zusammenzutun und unterstützen. In England, Italien und Spanien sind ArbeiterInnen in den Streik getreten, etwa um die Durchsetzung von hygienischen Standards in Krankenhäusern und Warenlagern durchzusetzen. An vielen Orten bilden sich Solidaritätsnetzwerke, die eine gegenseitige Unterstützung in dieser Ausnahmesituation organisieren.

Auf diesem Blog möchten wir über solche Kämpfe berichten und damit zur grösseren Verbreitung beitragen. Zudem möchten wir Kommentare und Analysen der Situation veröffentlichen. Wir möchten uns aber auch die Initiativen, Basisgruppen und Netzwerke bekannter machen, die es hierzulande gibt. Schliesslich wollen wir uns vernetzen, um gemeinsam für unsere Interessen einzustehen. Und um die Angriffe zurückzuschlagen, die in der Krise auf uns zukommen.

Wir denken, dass die aktuelle Lage nicht allein wegen des Corona-Virus ausser Kontrolle geraten ist, sondern momentan Probleme der kapitalistischen Gesellschaft deutlich zu Tage treten. Allerdings könnte die Pandemie eine verheerende und lang andauernde soziale, ökonomische und politische Krise auslösen, die harte Einschnitte in unserem Leben bedeuten.

Deshalb müssen wir uns zusammentun und nicht nur gegen die unmittelbaren Folgen der Corona-Pandemie, sondern uns auch gegen die drohenden Verschlechterungen unserer Arbeits- und Lebensbedingungen wehren und diskutieren, was an die Stelle dieser katastrophentreibenden Gesellschaft treten kann.